Relay.app ist eine No-Code-Plattform für Workflow-Automatisierung mit eingebauten KI-Schritten und Human-in-the-Loop-Freigaben, gedacht für Operations- und Fachteams, die Automatisierung im Zapier-Stil wollen – aber mit einer Sicherheitsprüfung, bevor ein KI-Agent eine riskante oder nicht rückgängig zu machende Aktion ausführt.
Für wen es gedacht ist
Relay.app passt zu kleinen bis mittleren Teams – Operations, Marketing, Vertrieb, Support –, die bereits in Triggern und Aktionen über alltägliche SaaS-Tools hinweg denken und KI hinzufügen wollen, ohne ihr freie Hand zu lassen. Es eignet sich besonders für alle, die schon einmal erlebt haben, dass eine vollautonome Automatisierung die falsche Entscheidung getroffen hat, denn Relay.app ist genau darauf ausgelegt, dass ein Mensch einen Schritt prüft und freigibt, bevor er läuft. Teams, die tiefe, code-first aufgebaute Agenten-Frameworks brauchen oder Tausende Nischen-Integrationen benötigen, finden anderswo die bessere Lösung.
So funktioniert es
Man baut einen Workflow aus Triggern (Event, Zeitplan, manuell, Webhook oder E-Mail) und einer Kette von Aktionen über mehr als 200 native Integrationen wie Gmail, Notion und HubSpot. KI-Schritte können innerhalb des Ablaufs Inhalte entwerfen, Daten klassifizieren oder Entscheidungen treffen, und Human-in-the-Loop-Prüfpunkte lassen ein Teammitglied eine von der KI vorgeschlagene Aktion freigeben, bearbeiten oder ablehnen – etwa eine entworfene Kundenantwort vor dem Versand freizugeben. Für die KI-Schritte unterstützt Relay.app den eigenen API-Key (Bring-your-own-Key), sodass man den zugrundeliegenden LLM-Anbieter selbst wählt und direkt bezahlt, statt sich allein auf Relay.apps Aufschlag zu verlassen.
Preise
Relay.app bietet einen kostenlosen Tarif sowie kostenpflichtige Pläne ab rund 19 $ pro Monat (Professional-Tarif, jährliche Abrechnung), darüber einen Team-Tarif und individuelle Enterprise-Preise; abgerechnet wird nutzungs- bzw. aufgabenbasiert mit wachsendem Volumen. Da sich Tarifstufen und enthaltene Schritte/Credits im Laufe der Zeit ändern, lohnt sich vor der Entscheidung ein Blick auf die aktuelle Preisseite von Relay.app.
Stärken und Kompromisse
Das Alleinstellungsmerkmal ist das Human-in-the-Loop-Design: Statt darauf zu vertrauen, dass ein Agent immer richtig entscheidet, baut Relay.app einen Pause-und-Freigabe-Schritt direkt in den Workflow ein – ein komfortabler Einstieg für Teams, die bei autonomer KI in kundenbezogenen oder finanziellen Aktionen vorsichtig sein wollen. Dazu kommen ein wirklich nutzbarer kostenloser Tarif und SOC-2-Zertifizierung für Teams mit Compliance-Anforderungen. Der Kompromiss liegt beim Integrationsumfang: Mit rund 200 nativen Konnektoren deckt Relay.app deutlich weniger ab als Platzhirsche wie Zapier, sodass Teams mit vielen Nischen- oder Alt-Tools eventuell mit Webhooks oder eigenen API-Aufrufen nachhelfen müssen. Insgesamt passt Relay.app zu Teams, die zugängliche, überwachte KI-Automatisierung wollen – nicht den größtmöglichen Integrationskatalog oder die tiefste autonome Agenten-Fähigkeit.