FANUC

Weltgrößter Hersteller von Industrierobotern

Ticker
6954
Börse
Tokyo Stock Exchange
Hauptsitz
Japan

Kennzahlen (quellenbelegt)

Gegründet 1972 (eigenständig) Stand 2026-07-13 Quelle
Hauptsitz Oshino, Yamanashi, Japan Stand 2026-07-13 Quelle
Börse & Ticker Tokyo: 6954 Stand 2026-07-13 Quelle
Umsatz (GJ 2023) ≈ 795,3 Mrd. JPY Stand 2026-07-13 Quelle
Umsatz (GJ endend 03/2026) ≈ 857,8 Mrd. JPY Stand 2026-07-13 Quelle
Marktanteil Industrieroboter (global) ≈ 17% Stand 2026-07-13 Quelle

Profil

FANUC ist ein japanischer Automatisierungskonzern mit Sitz in Oshino-mura in der Präfektur Yamanashi. Das Unternehmen entstand 1958 als Tochtergesellschaft von Fujitsu und wurde 1972 unter Gründer Seiuemon Inaba als eigenständige Gesellschaft ausgegliedert; der Name FANUC steht für „Fuji Automatic Numerical Control". Laut Wikipedia ist FANUC der weltweit größte Hersteller von Industrierobotern und hielt bereits 1982 einen Marktanteil von rund 50 Prozent am weltweiten CNC-Markt.

Produkte

FANUC bietet Automatisierungsprodukte und -dienstleistungen wie Robotik und CNC-Steuerungen (numerische Steuerungen) an. Die charakteristisch gelben Industrieroboter des Unternehmens decken laut Unternehmensangaben ein Traglastspektrum von 500 Gramm bis 2,3 Tonnen ab und reichen von Mehrzweckrobotern der M- und R-Baureihe über SCARA-Roboter der SR-Baureihe bis zu Lackierrobotern der P-Baureihe. Mit der CRX-Baureihe stellt FANUC zudem kollaborative Roboter her; den CRX-10iA/L Paint bewirbt das Unternehmen als weltweit ersten explosionsgeschützten kollaborativen Lackierroboter. Das CNC-Geschäft macht FANUC zu einem Schlüssellieferanten für Werkzeugmaschinen weltweit.

Automatisierungsbezug

FANUC verbindet Robotik, CNC-Steuerungen und Fertigungsmaschinen zu integrierten Automatisierungslösungen. Als Anbieter von Steuerungstechnik und Robotern ist das Unternehmen ein zentraler Baustein moderner, hochautomatisierter Produktion. Laut Wikipedia hält FANUC einen Marktanteil von rund 65 Prozent im weltweiten Markt für CNC-Steuerungen; das Unternehmen unterhält mehr als 240 Tochtergesellschaften und Joint Ventures in über 46 Ländern.

Kennzahlen

Für das Geschäftsjahr 2023 nennt Wikipedia einen Umsatz von rund 795,3 Mrd. Yen. Für das im März 2026 beendete Geschäftsjahr weist FANUC einen Rekordumsatz von rund 857,8 Mrd. Yen aus, ein Plus von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr; das Betriebsergebnis stieg um 15,7 Prozent auf rund 183,8 Mrd. Yen, der Jahresüberschuss um 12,9 Prozent auf rund 166,5 Mrd. Yen. Nach Segmenten entfielen davon rund 378,6 Mrd. Yen (44,1 Prozent) auf die Sparte FA, 141,1 Mrd. Yen (16,5 Prozent) auf Robotik, 129,6 Mrd. Yen (15,1 Prozent) auf Robomachines und 208,5 Mrd. Yen (24,3 Prozent) auf den Servicebereich. Präsident und CEO ist Yoshiharu Inaba. Die Aktie wird an der Tokioter Börse unter dem Code 6954 gehandelt.

Fokus auf Zuverlässigkeit

FANUC ist für die Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer seiner Steuerungen und Roboter bekannt und betont durchgängige Wartbarkeit über viele Jahre. Neben Robotern bilden CNC-Steuerungen ein zweites großes Standbein: Sie sind das Gehirn zahlreicher Werkzeugmaschinen, wodurch FANUC tief in der Fertigungsindustrie verankert ist. Ein drittes Feld sind kompakte Bearbeitungsmaschinen (Robomachines) wie die Bohr- und Fräszentren ROBODRILL, die Spritzgießmaschinen ROBOSHOT und die Senkerodiermaschinen ROBOCUT. Als Beleg für den erreichbaren Automatisierungsgrad wird laut Wikipedia häufig eine Panasonic-Fabrik in Amagasaki angeführt, die mit nur 25 Beschäftigten monatlich rund zwei Millionen Fernsehgeräte mithilfe von FANUC-Robotern fertigt.

Abhängigkeit von der Investitionskonjunktur

Als Anbieter von Investitionsgütern ist FANUC eng an die Ausgabenbereitschaft der Industrie gekoppelt, insbesondere in der Automobil- und Elektronikfertigung. Die Nachfrage schwankt daher mit dem Konjunktur- und Investitionszyklus. Langfristig profitieren Roboter- und Steuerungshersteller von Trends wie zunehmender Automatisierung, steigenden Arbeitskosten und dem Bedarf an gleichbleibender Qualität – Faktoren, die den Einsatz von Industrierobotern in vielen Branchen begünstigen. FANUC gilt zusammen mit ABB, Yaskawa und KUKA als einer der sogenannten „Big Four" der Industrierobotik; laut einer Branchenanalyse hält FANUC darunter mit rund 17 Prozent den größten globalen Marktanteil an Industrierobotern.

Dieses Profil dient der neutralen Einordnung und ist keine Anlageempfehlung.

Häufige Fragen

Ist FANUC der größte Roboterhersteller?

Laut Wikipedia ist FANUC der weltweit größte Hersteller von Industrierobotern.

Was stellt FANUC neben Robotern her?

FANUC bietet Automatisierungsprodukte wie Robotik und CNC-Steuerungen (numerische Steuerungen) für Werkzeugmaschinen an.

Wo ist FANUC notiert?

Die FANUC-Aktie wird an der Tokyo Stock Exchange unter dem Code 6954 gehandelt.

Wer sind die größten Konkurrenten von FANUC?

FANUC gilt zusammen mit ABB, Yaskawa und KUKA als einer der sogenannten „Big Four" der Industrierobotik; FANUC hält davon mit rund 17 Prozent den größten globalen Marktanteil.

Quellen

  1. FANUC — Wikipedia (2026-07-13)
  2. FANUC (Unternehmenswebsite) (2026-07-13)
  3. FANUC Finanzergebnisse GJ endend März 2026 — BigGo Finance (2026-07-13)
  4. FANUC Robotik-Produktübersicht (2026-07-13)
  5. Die „Big Four" der Industrierobotik — Progressive Robotics (2026-07-13)