opencode ist ein kostenloser Open-Source-KI-Coding-Agent fürs Terminal mit zusätzlicher Desktop-App und IDE-Erweiterungen, entwickelt von Anomaly — dem Team hinter dem Serverless-Framework SST und terminal.shop. Entwickler:innen können damit über eine Terminal-Oberfläche (TUI) oder grafische Oberfläche Code lesen, schreiben und bearbeiten, Shell-Befehle ausführen und sich durch eine Codebasis bewegen, wobei das Tool an fast jeden LLM-Anbieter angebunden werden kann statt an einen einzigen Modell-Hersteller gebunden zu sein.
Hersteller
- Entwickelt im Open-Source-Modus unter github.com/sst/opencode durch Anomaly, veröffentlicht im Juni 2025.
- Steht unter der MIT-Lizenz, der komplette Quellcode ist also frei einsehbar, forkbar und selbst hostbar.
- Das Projekt gibt über 160.000 GitHub-Stars, mehr als 900 Contributor und über 13.000 Commits an.
Funktionsumfang
- Zwei Agentenmodi: ein voll berechtigter "Build"-Agent für Änderungen und ein nur-lesender "Plan"-Agent für Analyse und Codebasis-Exploration, umschaltbar per Tab-Taste.
- Breite Modellunterstützung: Anbindung an über 75 LLM-Anbieter über das Verzeichnis Models.dev, darunter Claude, GPT, Gemini und lokale Modelle, dazu die kuratierte Liste "OpenCode Zen" mit vom opencode-Team getesteten Modellen.
- LSP-Integration: lädt automatisch die passenden Language-Server-Protocol-Werkzeuge für die Sprachen eines Projekts.
- Mehrere gleichzeitige Sessions, Undo/Redo für Änderungen und teilbare Session-Links für die Zusammenarbeit.
- Verfügbar als Terminal-TUI, Desktop-App (macOS, Windows, Linux in Beta) und als IDE-Erweiterung.
- Einfache Installation per Curl-Skript oder über npm, Bun, pnpm, Yarn, Homebrew, Docker und weitere Paketmanager.
Preise
- Der Kern-Agent ist kostenlos und quelloffen; Nutzer:innen bringen ihren eigenen API-Key für einen unterstützten Anbieter mit oder nutzen die über OpenCode Zen kostenlos gebündelten Modelle.
- Für Organisationen gibt es eine individuell bepreiste Enterprise-Stufe pro Sitzplatz mit zentraler Konfiguration, SSO-Anbindung und Weiterleitung sämtlicher Anfragen über ein internes AI-Gateway, sodass Code und Daten die eigene Infrastruktur nicht verlassen; bringt ein Kunde sein eigenes LLM-Gateway mit, berechnet Anomaly keine Token-Kosten.
- opencode speichert standardmäßig keinerlei Code- oder Kontextdaten der Nutzer:innen; einzige Ausnahme ist die optionale
/share-Funktion, die Konversationsdaten an die opencode-Server sendet, sofern sie nicht deaktiviert wird.
Für wen
opencode eignet sich für Entwickler:innen, die im Terminal zu Hause sind und einen Agenten wollen, der nicht an einen einzigen KI-Anbieter gebunden ist — es funktioniert gleichermaßen mit Anthropic, OpenAI, Google oder selbst gehosteten lokalen Modellen, und die MIT-Lizenz macht es zur naheliegenden Wahl für Teams, die das Tool selbst prüfen, erweitern oder hosten wollen. Die optionale Enterprise-Stufe überträgt denselben offenen Kern auf größere Organisationen, die SSO, zentrale Richtlinien und die Garantie brauchen, dass Code innerhalb der eigenen Infrastruktur bleibt.