LALAL.AI ist ein KI-Dienst für Stem-Separation und Vocal-Removal, der einen Song, Podcast oder eine Videospur in einzelne Spuren zerlegt - Gesang, Schlagzeug, Bass, Klavier, Gitarren, Synth, Streicher und Blasinstrumente - wahlweise im Browser, als VST-Plugin oder über eine API. Die Zielgruppe sind Musiker, DJs, Remixer, Karaoke-Produzenten und Postproduktions-Teams, die saubere Stems brauchen, ohne eine eigene Studiosession aufzunehmen. Abgerechnet wird nicht pauschal, sondern nach Minuten: Ein kostenloser Starter-Tarif erlaubt eine Vorschau, während die kostenpflichtigen Lite- und Pro-Pläne ab 6,75 €/Monat (jährliche Abrechnung) Downloads und schnellere Verarbeitung freischalten. Da Währung und Preise je nach Region variieren können, lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Preisseite.
Wer steckt dahinter
Hinter LALAL.AI steht die OmniSale GmbH mit Sitz im schweizerischen Risch-Rotkreuz, die sich seit der Veröffentlichung ihres ersten neuronalen Netzes namens Rocknet im Jahr 2020 auf KI-Audiotrennung spezialisiert hat. Der Ablauf ist denkbar einfach: Audio- oder Videodatei hochladen (200 MB im kostenlosen Tarif, 2 GB in den bezahlten Plänen), gewünschte Stems auswählen, Ergebnis in der Vorschau prüfen und im Originalformat sowie der Original-Bitrate herunterladen. Für 2025 meldete das Unternehmen 6,79 Millionen registrierte Nutzer - ein Anstieg gegenüber 3,8 Millionen im Jahr 2024 und laut eigener Aussage das bislang stärkste Wachstumsjahr.
Kernfunktionen
- Separations-Engine der sechsten Generation namens "Andromeda" (2025), ein Transformer-Modell, das laut LALAL.AI mit rund viermal mehr Trainingsdaten als der Vorgänger "Perseus" trainiert wurde und dadurch bis zu 40 % schnellere Verarbeitung sowie bis zu 10 % besseren SDR-Wert (Signal-to-Distortion Ratio) erreicht - Angaben aus dem eigenen Benchmark des Anbieters.
- Zehn wählbare Stem-Typen - Gesang, Instrumental, Schlagzeug, Bass, E-Gitarre, Akustikgitarre, Klavier, Synthesizer, Streich- und Blasinstrumente - dazu ein eigener Lead-/Backing-Vocal-Splitter und ein Rauschentfernungsmodus namens "Voice and Noise".
- Andromeda erhielt 2026 eine eigene Schlagzeug-und-Bass-Trennung und baut damit auf früheren Meilensteinen auf: 2021 der erste 8-Stem-Splitter, 2022 die Erweiterung auf 10 Stems inklusive Streich- und Blasinstrumenten.
- Ein natives VST-Plugin, in den Pro-Plänen enthalten, das die Trennung lokal in der DAW für sieben Stems durchführt (Gesang, Instrumental, Schlagzeug, Bass, Klavier, Akustik- und E-Gitarre).
- Eine dokumentierte v1-API für Entwickler mit Multi-Stem-Separation und Voice Cloning in einer einzigen Anfrage, Batch-Verarbeitung sowie Uploads bis 10 GB für authentifizierte Aufrufe.
- Ein unabhängiger Test von MusicRadar bewertete LALAL.AI unter 11 getesteten Stem-Separation-Tools mit 15 von 20 Punkten und lobte die "exzellente" Instrumentenerkennung - LALAL.AI war eines von nur zwei Tools im Test, das ein sauberes Klavier-Stem extrahieren konnte.
Preise
- Starter (kostenlos): 10 Minuten Verarbeitung in der langsameren "Relaxed"-Warteschlange, 200 MB Upload-Limit, nur Vorschau - kein Download.
- Lite: 6,75 €/Monat bei jährlicher Abrechnung (81 €/Jahr); unbegrenzte Relaxed-Queue-Minuten plus 90 Fast-Queue-Minuten im Monat, 2 GB Upload, Downloads und Batch-Verarbeitung freigeschaltet.
- Pro: 13,50 €/Monat bei jährlicher Abrechnung (162 €/Jahr) oder 17,99 €/Monat bei monatlicher Zahlung; unbegrenzte Relaxed-Queue-Minuten plus 250 Fast-Queue-Minuten im Monat, VST-Plugin und API-Zugang inklusive.
- Einmalige Fast-Queue-Minutenpakete sind separat erhältlich, z. B. 750 Minuten für 50 $ oder 3.000 Minuten für 190 $.
- Ein Enterprise-Plan mit individuellem Angebot deckt größere Minutenvolumen und API-Konditionen ab. Die geprüften Seiten zeigten Preise in Euro, die je nach Region abweichen können - für den lokalen Preis lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Preisseite.
Für wen
Der kostenlose Starter-Tarif reicht aus, um die Trennqualität von LALAL.AI zu beurteilen, da er eine Vorschau - aber keinen Download - erlaubt. Musiker, Remixer sowie Podcast- oder Videoeditoren mit gelegentlichem Bedarf kommen mit den 90 monatlichen Fast-Queue-Minuten von Lite meist gut aus; wer regelmäßig Batch-Jobs fährt, das VST-Plugin braucht oder auf der API aufbaut, sollte zu Pro oder dem individuellen Enterprise-Tarif greifen.