Devin ist der autonome KI-Softwareentwickler von Cognition: ein cloudbasierter Coding-Agent, der Aufgaben eigenständig plant, Code schreibt, testet und bis zum fertigen Pull Request bringt, statt nur Vorschläge im Editor zu vervollständigen. Hersteller ist Cognition (früher Cognition Labs), ein KI-Unternehmen aus San Francisco, das Devin als Kernprodukt seiner agentischen Produktfamilie betreibt, zu der auch die IDE Devin Desktop und das Review-Tool Devin Review gehören.
Hersteller
- Entwickelt und betrieben von Cognition, einem KI-Forschungs- und Produktunternehmen.
- Devin wird bewusst als "KI-Softwareentwickler" positioniert, nicht als Copilot: Statt zeilenweise mitzutippen, übernimmt Devin ganze Aufgaben von der Planung bis zum Pull Request, während ein Mensch das Ergebnis prüft, statt es Zeile für Zeile zu begleiten.
Funktionsumfang
- Eigenständige Aufgabenbearbeitung in isolierten "Devin Cloud"-Sandboxes: Code-Migrationen, große Refactorings, Bugfixes, das Beheben fehlgeschlagener CI-Läufe und die Dokumentation von Legacy-Code.
- Lernt über wiederholte Einsätze den Code und die Konventionen eines Teams und lässt sich direkt aus Slack, Linear, Jira oder GitHub heraus mit Aufgaben betrauen.
- Devin Review: KI-gestützte Pull-Request-Prüfung, die zusammengehörige Diff-Abschnitte gruppiert, Änderungen erklärt, Bugs nach Schweregrad markiert und Sicherheitslücken mit CWE-Klassifizierung auf GitHub und GitLab aufspürt.
- Zugriff auf Frontier-Modelle von OpenAI, Anthropic und Google sowie auf Cognitions eigenes Modell SWE-1.6, das in den bezahlten Plänen ohne Zusatzkosten enthalten ist.
- Desktop- und Kommandozeilen-Clients (Devin Desktop, Devin CLI), über die sich Agenten lokal steuern und beobachten lassen, parallel zum Cloud-Agenten.
Preise
Devin kombiniert feste Monatsgebühren mit nutzungsbasierten "ACUs" (Agent Compute Units, je etwa 15 Minuten aktiver Agentenarbeit):
- Free – 0 $/Monat: begrenztes Kontingent, eingeschränkte Modellauswahl, aber unbegrenzte Inline-Edits und Tab-Vervollständigungen.
- Pro – 20 $/Monat: größeres Kontingent, voller Zugriff auf OpenAI-, Claude- und Gemini-Modelle plus kostenloses SWE-1.6 und Open-Source-Modelle, Zugang zu Devin Cloud, zusätzliche Nutzung nach Verbrauch zubuchbar.
- Max – 200 $/Monat: alles aus Pro mit deutlich höherem Kontingent.
- Teams – 80 $/Monat Grundgebühr plus 40 $/Monat je vollem Entwickler-Sitz: beliebig viele Mitglieder, zentrale Abrechnung, Admin-Dashboard und bevorzugter Support.
- Enterprise – individuelles Pricing: dediziertes Account-Management, SAML/OIDC-SSO, zentrale Admin-Steuerung und optionales dediziertes VPC-Deployment.
Open Source ist Devin nicht: Cognition betreibt stattdessen eine "Devin Open Source Initiative", die ausgewählten Maintainern von Open-Source-Projekten kostenlose Nutzung auf Teams-Niveau zur Verfügung stellt, um deren Aufgabenrückstand abzubauen – Code und Modelle von Devin selbst bleiben proprietär.
Für wen
Devin richtet sich an Engineering-Teams, die klar umrissene, aber komplette Aufgaben – Migrationen, Bug-Triage, PR-Reviews, Legacy-Dokumentation – an einen Agenten abgeben wollen, statt Zeile für Zeile mit einem Copilot zu arbeiten. Als Beispiel für den Enterprise-Einsatz nennt Cognition die Bank Nubank, die Devin für ETL-Migrationen nutzt und dabei laut Cognition eine 8- bis 12-fache Effizienzsteigerung erzielt. Unternehmen mit Bedarf an SSO, VPC-Isolation oder zentraler Admin-Steuerung landen beim individuell bepreisten Enterprise-Tarif, kleinere Teams und Einzelpersonen starten auf dem Free- oder Pro-Plan.