Die Agentic-Process-Automation-Plattform (APA) von Automation Anywhere verbindet klassische RPA mit KI-Agenten und lässt Unternehmen sowohl regelbasierte Backoffice-Prozesse als auch autonomere, urteilsbasierte Aufgaben über eine gemeinsame Steuerungsebene automatisieren.
Für wen es gedacht ist
APA ist für große Unternehmen gebaut – Banken, Versicherungen, Gesundheitswesen, Fertigung –, die bereits umfangreiche Prozessautomatisierung betreiben und diese um KI-Agenten erweitern wollen, die Ausnahmen und Entscheidungen bewältigen können, an denen klassische Bots scheitern. Die Plattform passt eher zu Automation-Centers-of-Excellence und IT-getriebenen Transformationsteams als zu kleinen Unternehmen, da Deployment, Governance und Lizenzierung auf unternehmensweite Rollouts statt auf einen schnellen Team-Erfolg ausgelegt sind.
So funktioniert es
Prozesse und Agenten werden über einen codefreien, visuellen Designer gebaut, in dem Automatisierer Bots, Aktionen und zunehmend auch autonome Agenten definieren, die mehrere Bots und Werkzeuge zielgerichtet orchestrieren können, statt nur ein festes Skript abzuarbeiten. Multi-Agent-Orchestrierung lässt mehrere spezialisierte Agenten an einem größeren Prozess zusammenarbeiten, während ein zentraler Control Room Governance, Credential-Management und Monitoring über die gesamte Automatisierungslandschaft bereitstellt. Automation Anywhere bietet außerdem eine kostenlose Community Edition für Einzelpersonen und kleine Teams, um Automatisierungen zu bauen und zu testen, bevor auf die Enterprise-Plattform skaliert wird.
Preise
Automation Anywhere verkauft die APA-Enterprise-Plattform nach einem individuellen, angebotsbasierten Preismodell ohne veröffentlichten Einstiegspreis; für kleineren Umfang oder Evaluierung existiert die kostenlose Community Edition. Enterprise-Preise richten sich typischerweise nach Anzahl der eingesetzten Bots, Agenten und Nutzer, weshalb Organisationen ein auf ihren erwarteten Automatisierungsumfang zugeschnittenes Angebot einholen und die aktuellen Konditionen direkt bei Automation Anywhere prüfen sollten, statt von einer öffentlichen Preisliste auszugehen.
Stärken und Kompromisse
Die Stärke von APA liegt in Reife und Breite: Die Plattform verbindet eine langjährig etablierte RPA-Engine mit neueren agentischen Fähigkeiten, unterstützt vollständig autonome Multi-Agent-Orchestrierung und bringt Enterprise-Governance-Funktionen wie Audit-Logs und SOC-2-Konformität mit. Die Kompromisse sind typisch für Enterprise-RPA-Plattformen: Die Preisgestaltung ist nicht transparent, unsere Daten dokumentieren für die aktuelle Plattform keine Self-Hosting-Option, und die Tiefe der Plattform kann für kleinere Teams schwerer zugänglich sein als leichtgewichtige, workflow-first Tools wie Zapier oder Make. Für Unternehmen, die RPA bereits im großen Maßstab betreiben und um autonome Agenten erweitern wollen, bleibt APA neben UiPath eine der etablierteren Optionen. Organisationen, die RPA bereits mit Automation Anywhere standardisiert haben, dürfte die Erweiterung um agentische Fähigkeiten in der Regel leichter fallen als der Wechsel zu einem komplett neuen Anbieter.