Amp ist ein agentenbasiertes Coding-Tool, mit dem Entwickler:innen direkt aus dem Terminal, aus VS Code, JetBrains, Neovim, Zed oder über eine Weboberfläche autonome KI-Coding-Agenten starten können – die Agenten arbeiten dabei auch auf entfernten Rechnern weiter, selbst wenn der eigene Laptop längst zugeklappt ist. Entstanden ist Amp ursprünglich als Projekt von Sourcegraph; seit dem 2. Dezember 2025 wird es von der eigenständigen Firma Amp weiterentwickelt, die als "Amp Frontier Corporation" ausgegründet wurde und unter anderem von Sourcegraph-Mitgründer Quinn Slack sowie Beyang Liu mitgegründet wurde.
Hersteller
- Amp startete als Produkt innerhalb von Sourcegraph, dem 2013 gegründeten Unternehmen für Codesuche und Code-Intelligence.
- Am 2. Dezember 2025 spalteten sich Amp und Sourcegraph in zwei unabhängige Firmen auf; Amp begründete dies mit dem eigenen Wachstum: "Amp's traction spun us out of Sourcegraph. Amp is profitable."
- Gegründet wurde die neue Firma von 20 Personen aus dem bisherigen Amp-Team, angeführt von CEO Quinn Slack und Beyang Liu, beide zuvor Mitgründer von Sourcegraph.
- Sourcegraph und Amp teilen sich weiterhin einige Investoren im Board (u. a. Craft, Redpoint, Sequoia, a16z), operieren nun aber als getrennte Unternehmen mit eigener Führung.
Funktionsumfang
- Nutzbar als CLI, als Erweiterung für VS Code und VS-Code-Forks (etwa Cursor, Windsurf), als JetBrains-Plugin (ab Version 2025.1), als Neovim-Plugin, in Zed sowie über das Web.
- "Orbs" nennt Amp seine entfernten Agenten-Umgebungen: Aufgaben laufen dort weiter, auch wenn der eigene Rechner offline ist, und lassen sich vom Smartphone aus verfolgen.
- Vier wählbare Intensitätsstufen (low, medium, high, ultra) balancieren Geschwindigkeit gegen Tiefe der Modell-Reasoning.
- Eine "Oracle"-Funktion holt bei schwierigen Problemen die zweite Meinung eines weiteren Spitzenmodells ein.
- Ein Plugin-System erlaubt es, in Agenten-Ereignisse einzuhaken, eigene Tools zu ergänzen und Team-Richtlinien durchzusetzen.
- Geteilte Threads und Leaderboards helfen Teams, erfolgreiche Agenten-Läufe wiederzuverwenden und die Nutzung im Team nachzuvollziehen.
Preise
- Amp Free – eine werbefinanzierte Stufe mit stündlich nachladendem Guthaben von rund 10 US-Dollar pro Tag (etwa 300 US-Dollar im Monat); Werbung lässt sich abschalten, dann wird zu regulären Sätzen abgerechnet. Amp selbst bezeichnet dieses Angebot als Experiment ohne Bestandsgarantie.
- Pay-as-you-go – kein Abo nötig, Mindestkauf von 5 US-Dollar Guthaben; für Einzelpersonen und Teams außerhalb des Enterprise-Bereichs berechnet Amp die API-Preise der Modellanbieter ohne Aufschlag; ungenutztes Guthaben verfällt nach einem Jahr Inaktivität und wird im Workspace gemeinsam genutzt.
- Enterprise – die Nutzung kostet rund 50 % mehr als in den Individual-/Team-Tarifen, Mindestkauf 1.000 US-Dollar; Enterprise-Kund:innen erhalten dafür eine Zero-Data-Retention-Zusage für Text-Inputs an die Modelle sowie zentral durchsetzbare Richtlinien wie MCP-Server-Allowlists.
Für wen geeignet
Amp eignet sich für Entwickler:innen, die einen modellagnostischen, unaufdringlichen Agenten direkt in ihrem gewohnten Editor oder Terminal nutzen wollen, statt eine neue IDE zu lernen, sowie für Teams, die geteilte, nachvollziehbare Agenten-Threads statt unkoordinierter Einzelnutzung suchen. Da sich die Kosten am tatsächlichen Modellverbrauch statt an einer Flatrate orientieren, spricht das Tool zudem Nutzer:innen an, die nicht für ungenutzte Kapazität zahlen wollen.