Nvidia steht vor seinen nächsten Quartalszahlen: Der Chipkonzern hatte zuvor einen Umsatz von 91 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt, während die Wall Street im Konsens mit 92 Milliarden US-Dollar rechnete. Parallel bewegt sich die Aktie nach einer Genehmigung für Chip-Lieferungen nach China und dem Abbau eines aufgestauten Bestands von rund einer halben Million Chips. Gleichzeitig baut Nvidia sein Geschäft über reine Chips hinaus aus und investiert verstärkt in eigene Rechenzentren-Infrastruktur, unter anderem im nordischen Markt.
- Nvidia hatte für das kommende Quartal 91 Mrd. USD Umsatz in Aussicht gestellt, Analysten erwarteten im Schnitt 92 Mrd. USD.
- Die NVDA-Aktie schloss am Mittwoch bei 217,56 US-Dollar, ein Minus von 0,99 Prozent.
- Eine Genehmigung für Chip-Lieferungen nach China sorgte laut GuruFocus für moderate Kursgewinne.
- Nvidia baut laut Forbes zunehmend eigene Rechenzentren, statt nur Chips zu liefern, und expandiert laut GuruFocus in den nordischen Markt.
- Laut Motley Fool könnte der Strombedarf der Nvidia-Rechenzentren die Zusagen vieler Versorger übersteigen.
Wie fällt Nvidias aktuelle Umsatzprognose aus?
Nvidia hatte laut Motley Fool für das kommende Berichtsquartal einen Umsatz von 91 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt. Die Wall Street hatte im Konsens mit rund 92 Milliarden US-Dollar kalkuliert – ein Hinweis darauf, dass Analysten die konzerneigene Prognose leicht übertreffen. Wie hoch die tatsächlichen Zahlen ausfallen, entscheidet sich mit dem nächsten Quartalsbericht, auf den Investoren nach Angaben von Motley Fool derzeit besonders genau blicken.
Was bedeutet die Genehmigung für Chip-Lieferungen nach China?
Laut GuruFocus verzeichnete die Nvidia-Aktie moderate Kursgewinne, nachdem eine Genehmigung für Chip-Lieferungen nach China bekannt wurde. Das steht offenbar im Zusammenhang mit einem zuvor bestehenden Problem: Die Jerusalem Post berichtete, Nvidia sei zeitweise auf rund einer halben Million Chips „sitzen geblieben“, für die inzwischen eine Lösung gefunden wurde. Die China-Genehmigung dürfte diesen aufgestauten Bestand zumindest teilweise adressieren.
Was ist mit den rund einer halben Million Chips passiert, auf denen Nvidia saß?
Laut Jerusalem Post hatte Nvidia zeitweise einen Bestand von rund einer halben Million Chips, der nicht ausgeliefert werden konnte. Dem Bericht zufolge wurde inzwischen eine Lösung gefunden. Die parallel gemeldete Genehmigung für Chip-Lieferungen nach China führte laut GuruFocus zu moderaten Kursgewinnen bei der Nvidia-Aktie.
Warum baut Nvidia eigene Rechenzentren, statt nur Chips zu verkaufen?
Forbes berichtet, dass Nvidia zunehmend eigene Rechenzentren errichtet, statt sich auf die reine Chipfertigung zu beschränken. Ergänzend zeigt GuruFocus, dass Nvidia im wachsenden nordischen Rechenzentrumsmarkt GPU-Verbindungen ermöglicht – ein Zeichen dafür, dass der Konzern seine Rolle in der KI-Infrastruktur ausweitet.
Der Ausbau bleibt jedoch nicht ohne Hürden: Laut Motley Fool benötigen die mit Nvidia-Chips bestückten Rechenzentren mehr Strom, als viele Versorger derzeit zusagen können. Das rückt Energieversorger und Infrastrukturbetreiber stärker in den Fokus von Investoren, während Nvidia selbst zunehmend als Bauherr statt nur als Zulieferer auftritt.
Für Anleger bleibt Nvidia damit ein zentraler, aber volatiler Marktfaktor: Die Aktie schloss laut StockInvest.us zuletzt bei 217,56 US-Dollar, ein Rückgang von 0,99 Prozent. Wer auf gehebelte Produkte wie den ETF SOXL setzt, der laut 24/7 Wall St. jede Nvidia-Bewegung von einem Prozent in rund drei Prozent übersetzt, geht entsprechend größere Kursausschläge in beide Richtungen ein.