Anthropic sorgt für gleich zwei große Schlagzeilen: Der KI-Anbieter meldet, sein Modell Claude habe ein bislang unbekanntes, CRISPR-ähnliches Enzymsystem in der DNA von Bakteriophagen entdeckt, während CEO Dario Amodei bei der UN-Generalversammlung gemeinsam mit anderen KI-Chefs globale Regeln für den Umgang mit den Risiken der Technologie fordert.
- Claude hat laut Anthropic ein CRISPR-ähnliches Enzymsystem in Phagen-DNA identifiziert, dessen genaue Funktion noch unklar ist.
- Dario Amodei sagt laut Fox Business, KI könne die meisten großen Krankheiten innerhalb eines Jahrzehnts heilen.
- Bei der UN-Generalversammlung fordern die Chefs von Anthropic und OpenAI laut Al Jazeera und ABC News globale Vereinbarungen zur Begrenzung von KI-Risiken.
- Die USA lehnen laut BBC die Forderung nach globalen KI-Standards ab.
- Amazon öffnet seine KI-Verkäufer-Tools für einen Anthropic-Agenten, berichtet MediaPost.
Was genau hat Claude entdeckt?
Laut Anthropic hat Claude ein bislang übersehenes Enzymsystem in der DNA von Bakteriophagen – Viren, die Bakterien infizieren – aufgespürt, das Ähnlichkeiten zu CRISPR aufweist, wie Al Jazeera und FirstWord berichten. Decrypt betont jedoch, dass Anthropic selbst einräumt, die genaue Funktion des Fundes noch nicht zu kennen.
Was fordern Anthropic und OpenAI bei der UN?
Bei der UN-Generalversammlung riefen die Chefs von OpenAI und Anthropic laut Al Jazeera und ABC News zu globaler Regulierung und Zusammenarbeit auf, um Risiken der KI für die Menschheit zu begrenzen. Laut Financial Times warb Amodei dabei für 'enge' Sicherheitsvereinbarungen. Die BBC berichtet jedoch, dass die USA die Forderungen nach globalen KI-Standards zurückgewiesen haben.
Wofür könnte die Enzym-Entdeckung genutzt werden?
Das ist laut Decrypt noch offen: Anthropic hat den Fund gemeldet, kennt aber selbst noch keine konkrete Anwendung oder Funktion des Enzymsystems.
Wie reagieren die USA auf die Forderungen der KI-Chefs?
Die USA lehnen laut BBC die von OpenAI und Anthropic bei der UN vorgebrachten Vorschläge für globale KI-Standards ab.
We are at a crossroads
OpenAI- und Anthropic-Chefs laut ABC News
Die Ereignisse zeigen die zwei Gesichter von Anthropic: Einerseits der Anspruch, mit Claude wissenschaftliche Durchbrüche in der Biologie zu ermöglichen, andererseits die politische Forderung nach globalen Leitplanken für die eigene Technologie – während zumindest die US-Regierung laut BBC bislang abwinkt. Parallel baut Anthropic sein Geschäft aus: Laut MediaPost öffnet Amazon seine KI-Verkäufer-Tools für einen Anthropic-Agenten und unterstützt damit auch Werbefunktionen.