Die Schaeffler AG wurde laut Wikipedia 1946 von den Brüdern Wilhelm und Georg Schaeffler in Herzogenaurach gegründet, wo das Unternehmen bis heute seinen Sitz hat. Schaeffler fertigt Wälzlager für Automobil-, Luftfahrt- und Industrieanwendungen und führt die Marken INA, FAG und LuK. Die Aktie wird an der Frankfurter Börse unter dem Kürzel SHA gehandelt.
Bauteil und Funktion
Schaeffler hat sein Lineartechnik-Geschäft durch die Übernahme der Ewellix-Gruppe deutlich ausgebaut. Ewellix ist laut Marktangaben Marktführer für elektromechanische Aktuatoren und Hubsäulen sowie Kugel- und Rollengewindetriebe und Linearführungen – Produkte, die in Robotik, Medizintechnik und mobilen Maschinen eingesetzt werden. Schaeffler bündelt damit Linearführungen, Kugel- und Rollengewindetriebe und elektromechanische Aktuatoren zu einem großen Lineartechnik-Verbund. Für humanoide Roboter nennt Schaeffler Dreh- und Linearaktuatoren wie Kugel- und Planetenrollengewindetriebe als Schlüsselkomponenten für Robotergelenke.
Rolle in der Wertschöpfungskette
Schaeffler ist ein breit aufgestellter Komponentenzulieferer und baut keine kompletten Roboter. Die Übernahme von Ewellix stärkt gezielt das Feld elektromechanischer Bewegungssysteme, die hydraulische und pneumatische Lösungen ersetzen.
Kennzahlen
Für das Geschäftsjahr 2025 – das erste volle Jahr nach der Integration von Vitesco – meldet Schaeffler einen Konzernumsatz von rund 23,5 Mrd. Euro (Vorjahr pro forma rund 24,3 Mrd. Euro) und beschäftigte Ende 2025 rund 111.000 Mitarbeitende; kontrollierender Eigentümer ist die Familie Schaeffler. Die Ewellix-Übernahme wurde laut Fachpresse mit rund 582 Mio. Euro bewertet.
Marktstellung
Schaeffler zählt zu den weltweit führenden Wälzlager-Herstellern und baut mit Ewellix seine Position in der elektromechanischen Lineartechnik aus. Das Geschäft ist konjunkturabhängig und folgt den Zyklen von Automobil- und Fertigungsindustrie.
Robotik als Wachstumsfeld
Schaeffler adressiert mit Ewellix gezielt die Trends Elektrifizierung von Antrieben, Effizienz und Automatisierung/Robotik. Als Zulieferer von Schlüsselbauteilen steht Schaeffler im Wettbewerb mit anderen Lineartechnik- und Lagerherstellern.
Chancen und Risiken
Schaeffler baut mit Ewellix gezielt ein großes Lineartechnik-Geschäft auf und adressiert damit die Elektrifizierung von Antrieben – die Ablösung hydraulischer und pneumatischer Systeme durch elektromechanische Aktuatorik. Für die Robotik, einschließlich humanoider Systeme, nennt das Unternehmen Kugel- und Planetenrollengewindetriebe sowie Drehaktuatoren als Schlüsselkomponenten für Gelenke. Chancen ergeben sich aus Automatisierung, Effizienz und dem Humanoid-Trend; Risiken liegen in der ausgeprägten Abhängigkeit vom zyklischen Automobilgeschäft, in der Integration großer Zukäufe und im Transformationsdruck der Antriebstechnik. Als breit aufgestellter Zulieferer muss Schaeffler Präzision, Skalierung und Kosten in Einklang bringen und steht im Wettbewerb mit spezialisierten Lineartechnik-Anbietern. Für Anleger ist Schaeffler damit ein Transformationswert, dessen Lineartechnik-Ausbau über Ewellix eine gezielte Wette auf elektromechanische Automatisierung und den Humanoid-Trend darstellt.
Dieses Profil dient der neutralen Einordnung und ist keine Anlageempfehlung.