Meta Platforms ist ein 2004 gegründeter US-Konzern mit Sitz in Menlo Park, Kalifornien. Gegründet wurde das Unternehmen am 4. Februar 2004 in Cambridge, Massachusetts, als TheFacebook durch Mark Zuckerberg, Eduardo Saverin, Dustin Moskovitz, Andrew McCollum und Chris Hughes; 2005 erfolgte die Umbenennung in Facebook, im Oktober 2021 in Meta Platforms. Der Konzern betreibt die Plattformen Facebook, Instagram, WhatsApp und Messenger. Das Geschäft finanziert sich fast vollständig über digitale Werbung, die über die enorme Nutzerbasis der Dienste ausgespielt wird.
KI-Bezug
Meta hat mit der Modellfamilie Llama eine der bekanntesten Reihen quelloffener großer Sprachmodelle etabliert. Die im April 2025 vorgestellte vierte Generation umfasst laut Meta AI drei Varianten: Llama 4 Scout (109 Mrd. Gesamtparameter, 17 Mrd. aktive Parameter über 16 Experten, Kontextfenster von bis zu 10 Millionen Token), Llama 4 Maverick (400 Mrd. Gesamtparameter, ebenfalls 17 Mrd. aktive Parameter über 128 Experten, 1 Million Token Kontext) sowie das noch nicht veröffentlichte Lehrer-Modell Llama 4 Behemoth mit knapp 2 Billionen Gesamtparametern. Der Konzern betreibt zudem eine eigene Forschungseinheit (Fundamental AI Research, FAIR), die neu geschaffene Einheit Meta Superintelligence Labs sowie die Assistenzfunktion Meta AI in seinen Apps.
Geschäftsmodell
Meta berichtet in zwei Segmenten: Family of Apps (FoA) und Reality Labs (RL). Im Geschäftsjahr 2025 erzielte FoA einen Umsatz von rund 198,76 Mrd. US-Dollar bei einem operativen Ergebnis von rund 102,47 Mrd. US-Dollar. Reality Labs, der Bereich für VR/AR-Hardware wie die Quest-Headsets, kam auf einen Umsatz von rund 2,21 Mrd. US-Dollar bei einem operativen Verlust von rund 19,19 Mrd. US-Dollar. KI dient bei Meta zwei Zwecken: Sie verbessert die Werberelevanz und Empfehlungssysteme der Plattformen und ist zugleich strategisches Investitionsfeld.
Kennzahlen
Für das Geschäftsjahr 2025 weist Meta einen Konzernumsatz von rund 200,97 Mrd. US-Dollar aus, ein Plus von 22 Prozent gegenüber 2024. Zum 31. Dezember 2025 beschäftigte der Konzern 78.865 Mitarbeitende, ein Plus von 6 Prozent gegenüber Vorjahr. Die durchschnittliche Zahl täglich aktiver Personen über die App-Familie (Family DAP) lag im Dezember 2025 bei 3,58 Mrd., ein Plus von 7 Prozent. Vorstandsvorsitzender ist Mark Zuckerberg, der rund 13,7 Prozent der Meta-Anteile hält, über eine Aktienstruktur mit zwei Aktienklassen aber rund 61,2 Prozent der Stimmrechte kontrolliert; The Vanguard Group (rund 8,8 Prozent) und BlackRock (rund 7,7 Prozent) zählen zu den größten institutionellen Aktionären. Die Aktie der Klasse A wird an der Nasdaq unter dem Kürzel META gehandelt.
Investitionen in KI-Infrastruktur
Die Investitionsausgaben erreichten 2025 rund 72,22 Mrd. US-Dollar; für 2026 rechnet Meta mit 115 bis 135 Mrd. US-Dollar, getrieben unter anderem durch die Arbeit der Meta Superintelligence Labs und das Kerngeschäft. Diese Summen fließen vor allem in Rechenzentren und KI-Recheninfrastruktur.
Offene Modelle und langfristige Wetten
Mit der Modellfamilie Llama verfolgt Meta eine im Vergleich zu vielen Wettbewerbern offene Strategie, indem Modelle mit einsehbaren Gewichten bereitgestellt werden. Parallel investiert der Konzern erheblich in KI-Infrastruktur und langfristige Vorhaben, was die Ausgaben in die Höhe treibt. Das Geschäft bleibt dabei stark vom Werbemarkt und dessen Konjunktur abhängig; Reality Labs erwirtschaftet weiterhin hohe Verluste, während die Kernwerbeplattformen die Gewinne liefern.
Dieses Profil dient der neutralen Einordnung und ist keine Anlageempfehlung.