Datalogic ist ein 1972 gegründetes italienisches Unternehmen mit registriertem Sitz in Lippo di Calderara di Reno (Via Candini 2) im Großraum Bologna. Laut Wikipedia ist Datalogic seit 2001 im STAR-Segment der Mailänder Börse notiert und spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion von Barcodelesern, mobilen Computern, RFID, Sensoren für Erkennung, Messung und Sicherheit sowie Bildverarbeitungs- und Lasermarkiersystemen. Gegründet wurde das Unternehmen von Romano Volta; seit Januar 2017 führt seine Tochter Valentina Volta als CEO die Geschäfte. Ein historischer Meilenstein der Branche: Der erste Scan eines Barcodes im Einzelhandel erfolgte laut Wikipedia am 26. Juni 1974 mit einem Magellan-Model-A-Scanner von Datalogic; ein Originalgerät befindet sich heute im Smithsonian Institution.
Bauteil und Funktion
Für die Robotik- und Automatisierungsbranche liefert Datalogic Sensoren und Erkennungstechnik: Photoelektrische Sensoren, Sicherheitssensoren und Vision-Systeme geben Anlagen und Robotern die Fähigkeit, Objekte zu erkennen, zu vermessen und Abläufe abzusichern. Über die Tochtermarke Datasensing bündelt das Unternehmen zusätzlich sein Sensorik- und Sicherheitsportfolio für die Fabrikautomation. Über gezielte Zukäufe wie PSC Inc. (2005), Accu-Sort Systems (2012) und den auf KI-gestützte Bildverarbeitung spezialisierten tschechischen Anbieter Pekat Vision (2022) hat Datalogic sein Produktportfolio kontinuierlich erweitert.
Rolle in der Wertschöpfungskette
Als Anbieter der automatischen Datenerfassung und industriellen Sensorik ist Datalogic ein Zulieferer, dessen Komponenten in Fertigung, Logistik und Intralogistik für Wahrnehmung und Nachverfolgbarkeit sorgen – zentrale Voraussetzungen automatisierter, roboterunterstützter Prozesse. Laut einem Marktbericht zählt Datalogic neben Zebra Technologies, Honeywell, Cognex, SICK und Omron zu den etablierten Anbietern im globalen Markt für Barcodescanner, der von einer wachsenden Zahl an Vendoren adressiert wird, aber von wenigen etablierten Herstellern dominiert bleibt.
Kennzahlen
Für das Geschäftsjahr 2024 nennt Wikipedia einen Umsatz von rund 493,8 Mio. Euro und mehr als 2.750 Beschäftigte. Nach eigenen Angaben erzielte Datalogic 2025 einen Umsatz von rund 500,1 Mio. Euro und beschäftigte rund 2.685 Mitarbeiter in 30 Ländern; das Unternehmen hält rund 1.200 Patente und unterhält neun Forschungs- und Entwicklungszentren sowie neun Fertigungs- und Reparaturstandorte weltweit. Die Aktie wird an der Borsa Italiana unter dem Kürzel DAL (ISIN IT0004053440) gehandelt.
Automatische Datenerfassung und Sensorik
Datalogic verbindet zwei eng verwandte Felder: die automatische Datenerfassung – etwa mit Barcodelesern, mobilen Computern und RFID – und die industrielle Sensorik einschließlich Bildverarbeitung. Diese Produkte sorgen in Fertigung, Handel und Logistik dafür, dass Objekte erkannt, erfasst und nachverfolgt werden können, was eine Grundlage automatisierter Abläufe bildet. Nach eigener Darstellung positioniert sich Datalogic als globaler Technologieführer für automatische Datenerfassung und Fabrikautomation und bedient vor allem die Branchen Handel, Fertigung, Transport/Logistik und Gesundheitswesen.
Rolle in Logistik und Fertigung
Besonders in der Intralogistik und im Handel spielt Datalogic eine Rolle, wo hohe Stückzahlen zuverlässig gelesen und verarbeitet werden müssen. Für Robotik und Automatisierung liefert das Unternehmen Sensoren und Vision-Systeme, die Anlagen die nötige Wahrnehmung geben. Als börsennotiertes Familienunternehmen mit italienischen Wurzeln ist Datalogic international aufgestellt, aber von der Investitions- und Konsumkonjunktur seiner Abnehmerbranchen abhängig. Trends wie das Wachstum des Onlinehandels und die Automatisierung von Lagern stützen die langfristige Nachfrage nach Datenerfassung und Sensorik.
Dieses Profil dient der neutralen Einordnung und ist keine Anlageempfehlung.