AMD (Advanced Micro Devices) ist ein 1969 gegründeter US-Halbleiterkonzern mit Sitz in Santa Clara, Kalifornien. AMD entwickelt und vermarktet Hauptprozessoren (CPUs), Grafikprozessoren (GPUs), FPGAs und System-on-Chip-Komponenten für PCs, Gaming, Rechenzentren und eingebettete Systeme. Vorstandsvorsitzende ist Lisa Su.
Vier Segmente
AMD berichtet in den Segmenten Data Center, Client, Gaming und Embedded. Für das Gesamtjahr 2025 meldete AMD einen Rekordumsatz von 34,6 Mrd. US-Dollar (+34 % gegenüber 25,8 Mrd. US-Dollar 2024) und einen Reingewinn von 4,3 Mrd. US-Dollar (+164 %). Das Rechenzentrumsgeschäft wuchs um 32 % auf 16,6 Mrd. US-Dollar, angetrieben von EPYC-Prozessoren und Instinct-Beschleunigern; Client wuchs um 51 % auf 10,6 Mrd. US-Dollar, Gaming ebenfalls um 51 % auf 3,9 Mrd. US-Dollar, während Embedded um 3 % auf 3,5 Mrd. US-Dollar zurückging.
KI-Bezug: Instinct-Beschleuniger
Für KI-Workloads bietet AMD die Instinct-Beschleunigerreihe (MI-Serie) an. Im dritten Quartal 2025 begannen die Auslieferungen der neuen MI350-Serie (MI350X/MI355X) an Partner und Hyperscale-Rechenzentren; das Rechenzentrumssegment legte allein in diesem Quartal um 22 % auf 4,3 Mrd. US-Dollar zu. Zu den Kunden zählt Oracle, das laut AMD einen Cluster mit 27.000 Knoten auf Basis von MI355X-GPUs und EPYC-„Turin"-CPUs aufbaut; weitere Neocloud-Anbieter wie Crusoe, DigitalOcean, TensorWave und Vultr setzen ebenfalls auf die MI350-Serie. Durch die 2022 für rund 50 Mrd. US-Dollar abgeschlossene Übernahme von Xilinx erweiterte AMD sein Portfolio zudem um FPGAs und adaptive Rechenlösungen für KI- und Netzwerkanwendungen; 2024 kündigte AMD zusätzlich die Übernahme von ZT Systems für 4,9 Mrd. US-Dollar an, einem Anbieter kundenspezifischer Recheninfrastruktur für KI-Workloads.
Client- und Gaming-Geschäft
Im Consumer-Bereich verkauft AMD unter der Marke Ryzen Desktop- und Mobilprozessoren auf Basis der Zen-Architektur (mittlerweile bis Zen 5) sowie unter der Marke Radeon Grafikkarten der RX-Serie. Zudem liefert AMD kundenspezifische APUs für Spielekonsolen: Sowohl die PlayStation 5 als auch die Xbox-Series-X/S-Familie und der Steam Deck von Valve basieren laut Wikipedia auf AMD-Chips – ein Halo-Geschäft, das AMDs Technologie auch außerhalb von PC und Rechenzentrum verankert.
Geschäftsmodell
AMD ist ein fabless-Halbleiterunternehmen: Es entwirft Chips, lässt sie aber extern fertigen (überwiegend bei TSMC). Bei Server-Hauptprozessoren hält AMD laut Wikipedia inzwischen rund 36,5 % Marktanteil gegenüber 63,3 % bei Intel (Stand Juli 2025) – ein deutlicher Zugewinn gegenüber früheren Jahren.
Herausforderer im KI-Wettbewerb
Mit der Instinct-Reihe positioniert sich AMD als wichtigste Alternative zum Marktführer Nvidia im Markt für KI-Beschleuniger, der laut Wikipedia weiterhin von einem einzelnen Wettbewerber dominiert wird. Der Erfolg hängt neben der Hardware auch von der Software-Umgebung (ROCm) ab, da Entwickler ausgereifte Werkzeuge und Bibliotheken erwarten. US-Exportkontrollen wirken sich unmittelbar aufs Geschäft aus: Für den China-spezifischen Chip MI308 verbuchte AMD 2025 rund 440 Mio. US-Dollar Lagerwertberichtigungen, erzielte im vierten Quartal aber wieder rund 390 Mio. US-Dollar Umsatz mit MI308-Lieferungen nach China. CEO Lisa Su bezeichnete 2025 als „prägendes Jahr" für AMD mit Rekordumsatz und -gewinn durch starke Nachfrage nach Hochleistungs- und KI-Plattformen. Das Geschäft bleibt von Produktzyklen, Wettbewerb, Exportbeschränkungen und der Nachfrage in PC-, Server- und KI-Märkten geprägt.
Dieses Profil dient der neutralen Einordnung und ist keine Anlageempfehlung.